In der Kategorie "Windows-Hosting" finden sich alle Angebote der einzelnen Provider welche als Betriebssystem Windows (meist Windows Server 2003 oder Windows Server 2008) einsetzen. Interessant ist das vor allem für Webmaster die auf ASP.NET als Programmierumgebung setzen. Die Entwicklung auf Grundlage des ASP.NET-Framework bietet einige Vorteile gegenüber anderen Technologien, ist aber auch schwerer zu erlernen. Üblicher Weise wird beim ASP.NET-Hosting auf die IIS (Internet Information Services, der Webserver von Microsoft) gesetzt, welcher sich natürlich etwas anders anfühlt als z.B. der Apache. Wer auf ASP.NET setzt (oder angewiesen ist) sucht aber in der Regel genau diese Kombination. Wer hingegen einen Windows-Server sucht weil er sich mit Windows als Betriebssystem wohler fühlt als mit Linux, der kann natürlich auch hier einen Apache Webserver zum Einsatz bringen. Bei einem Windows-Dedicated-Server gilt natürlich, alles was auf Windows läuft kann auch installiert werden. Der guten alten Kombination Apache-PHP-MySQL steht also auch hier nichts im Wege (Der IIS sollte dann natürlich deaktiviert werden). An alle die deshalb auf der Suche nach Windows-Webspace sind weil sie die MS FrontPage Server Extensions benötigen, noch der Tip: Die FrontPage-Extensions gibt es auch für Linux mit z.B. PHP/Apache und werden auch von vielen Providern angeboten. Wie immer sind alle Angebote aufsteigend geordnet nach Preis und finden sich auch in den Webspace-/vServer-/Server- Vergleichs-Listen wieder.
1und1: Virtual Server L Windows, Preiswerter Server-Einstieg (19,99€) Dieser vServer ist die Windows-Version des Virtual Server L und hat bis auf ein par System-spezifische Unterschiede die gleichen Ausstattungs-Merkmale: 1024 MB Arbeitsspeicher, 20 GB Festplatte (durch RAID 5 gesichert) und Traffic Flat. Mit dabei eine de-Domain, Zugriff über Remote-Desktop, Scriptsprachen incl. ASP-Unterstützung, Cron-Jobs und Datenbank-Unterstützung. Zur Verwaltung des vServer steht Plesk 9 für Windows, Virtuozzo Power Panel und das 1&1-Control-Center zur Verfügung. 64-Bit Software wird unterstützt. Automatische Backups.
1und1: Virtual Server XL Windows, Leistungsstarker vServer (29,99€) Die Windows-Version des Virtual Server XL glänzt mit 2048 MB RAM, 40 GB Festplatte (RAID 5) Traffic Flatrate und 2 inclusiv de-Domains. Verwaltung über Remote-Desktop, Plesk 9 für Windows und 1&1-Control-Center. Windows-vServer bieten natürlich auch Unterstützung für ASP/ASP.NET. Das vServer wie alle Server über eine eigene IP verfügen dürfte klar sein. Auch dieser vServer unterstützt 64-Bit Software.
1und1: Virtual Server XXL Windows, Profi Windows-vServer (39,99€) Der große Windows-vServer von 1&1. Ausgestattet mit 4096 MB RAM, 80 GB Festplatte inclusive 3 de-Domains und monatlicher Traffic. Verwaltet wird über Remote-Desktop, Plesk und Virtuozzo. Das Windows-System bietet ASP/ASP.NET sowie 64-Bit Software Unterstützung.
Strato: PowerServer M Windows, preiswerter Windows-Server (44,00€) Wer einen eigenen Server sucht und auf die gewohnte Windows-Umgebung auch bei der Administration nicht verzichten will, der könnte mit diesem Angebot den richtigen Einstig in die Server-Welt finden. Ein Dualcore-Opteron mit 1 GB RAM, 250 GB Festplatte im RAID 1 sowie 2 IP-Adressen sind die Eckpunkte dieses Gerätes. Windows Web Server 2008 ist vorinstalliert, ASP.NET sollte also kein Problem sein. Eine Inclusiv-Domain ist auch dabei.
Strato: PowerServer L Windows, 2 Cores, 2 GB, 2 Domains, 2 IPs (55,00€) Dedicated-Server mit Windows Web Server 2008 als Betriebssystem. Ein Dualcore-Opteron (1212HE) mit 2 GB Arbeitsspeicher und 250 GB Platte im RAID-1 sind die Eckpunkte dieses Windows-Servers. Dazu gibt es 2 inclusiv-Domains, 2 IP-Adressen und Plesk 9 als Admin-Oberfläche.
1und1: Dedicated Server Dual-Core XL Windows (69,99€) Die Windows-Server-Version des Dual-Core XL. AMD Opteron DualCore mit 2x 2,6 GHz, 4 GB RAM und 2x400 GB RAID Festplatten. Traffic ist inclusive. Betriebssystem: Windows Server 2003 oder 2008. ASP-Unterstützung, serielle Console und optional weitere IP-Adressen runden dieses Angebot ab. Diesen Windows-Server gibt es auch in einer Managed- und einer Linux-Version.
Strato: Windows-Server SW-7, Opteron mit 4x 2,5 GHz (79,00€) Windows Web Server 2003 oder Windows Web Server 2008 stehen auf diesem Server als Betriebssystem zur Auswahl. Eckdaten: AMD-Opteron Quad-Core Prozessor mit 4x 2,5 GHz und 4 GB RAM. Dazu 2 500 GB Festplatten im RAID, unlimitierter Traffic, 5 Domains und 2 IPs. Windows Server 2008 mit Plesk Panel 9 ist vorinstalliert.
1und1: Dedicated Server Quad-Core L, XL, XXL Windows (ab 89,99€) Die Windows-Variante der Quadcore Dedicated Server Reihe von 1&1 entspricht in ihrer Ausstattung der der Managed- und der Linux-Version. Speicher-Bestückung von 4 bis 16 GB RAM, die Prozessoren reichen vom Opteron 1352 mit 4x 2,1 GHz bis zu 2x AMD Opteron 2352 mit je 4x 2,1 GHz (8 Kerne) in der XXL-Ausführung. Außerdem 3 bis 10 Domains, Traffic-Flat und bis zu 7 weitere IP Adressen. Die Quadcore Server-Reihe ist jeweils auch als Linux- und Managed-Ausführung verfügbar.
Strato: Windows-Server MW-7, Schneller Windows-Server (99,00€) Wer viel Leistung braucht bekommt sie bei diesem Windows Dedicated-Server. Ausgestattet mit AMD Opteron 4x 2,7 GHz CPU, 4 GB RAM und 2x 1000 GB Festplatte im RAID lässt dieses Angebot kaum Wünsche offen. Zusätzlich sind noch 10 Domains, 2 IP-Adressen und der gesamte Traffic inclusive.
Strato: Windows-Server LW-7, 4x 2,9 GHz und 8 GB RAM (119,00€) Ein wirklich schneller Windows-Server mit reichlich Leistung auch für große Projekte. Ganze 15 Domains sind inclusive. Zum 4x 2,9 GHz Opteron gesellen sich 8 GB Arbeitsspeicher und zwei 1 TB Festplatten im RAID1. Windows Web Server 2008 R2 ist inclusive Plesk 9 vorinstalliert, kann aber kostenfrei gegen Windows Server 2003 getauscht werden. Eine zweite IP-Adresse ist auch mit dabei.
1und1: Dedicated Server Hexa-Core XXL, 3XL Windows (ab 319,99€) Die Monster-Maschinen unter den Dedicated Windows-Servern. Diese Geräte gehören zur Hexa-Core Reihe von 1&1 und sind mit 2 Opterons 2423 mit jeweils 6x 2,0 GHz Takt (also ganzen 12 Kernen) und 16 bis 32 GB Arbeitsspeicher ausgestattet. Gepaart mit bis zu 20 Domains dem kompletten Traffic und der Möglichkeit weiterer IP-Adressen bekommt man maximale Server-Leistung. (auch erhältlich als Linux- und Managed-Version)
Schon gewusst...?
Einstieg in ASP.NET
Wer sich mit ASP.NET bereits auskennt der braucht an dieser Stelle gar nicht erst weiter lesen. Wer aber mit dem Gedanken spielt frisch in ASP.NET als Server-Technologie einzusteigen, und deshalb auf der Suche nach einem Windows-Hoster ist dem kann ich nur raten sich zuerst auf dem eigenen PC damit zu beschäftigen und erst danach ASP-Webspace zu suchen. Der Einstieg in ASP.NET ist nämlich nicht so einfach, zumindest wenn man es mit dem Einstieg in Scriptsprachen wie PHP oder Javascript vergleicht. Selbst wer schonmal Erfahrungen mit ASP (der Vorgänger-Technologie von ASP.NET) gesammelt hat, wird sich mit dem Umstieg nicht so leicht tun wie man es erwarten könnte. Ich kenne ein par Webentwickler die nach den ersten Programmier-Versuchen wieder zurück zu PHP gewechselt haben. Wer allerdings durch hält und die Programmierung mit dieser Web-Technologie wirklich lernt für den wird es sich am Ende auszahlen. Denn als Programmierer kann man sich bei der Entwicklung von Webseiten viel mehr auf die eigentliche Programmier-Arbeit konzentrieren und braucht sich nicht ständig mit tausenden HTML-Kleinigkeiten rumschlagen. Wiederkehrende Aufgaben wie z.B. Bereichsprüfungen bei Formularen, Sitzungs-Verfolgung usw. können weitgehend automatisiert werden und der HTML und/oder Javascript-Code wird von ASP.NET erzeugt. Zudem kann man eine weitgehende Trennung von Programmcode und dem Seitendesign erreichen. ASP.NET muss man eher als Bibliothek die auf dem .NET Framework basiert sehen und nicht als Programmiersprache. Programmieren kann man quasi in jeder von .NET unterstützten Sprache. In der Praxis ist das in der Regel C# oder VB.NET. Der Preis für diese ganzen Vorteile ist die schwerere Erlernbarkeit und die Bindung an die Windows Betriebssysteme. Mittlerweile gibt es allerdings freie Alternativen wie z.B. Mono.
Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und mit ASP.NET durchstarten will der braucht natürlich ein gutes Tutorial für einen einfachen Einstieg. Meine Empfehlung ist zuerst wie immer ein Blick in die Wikipedia zum Thema ASP.NET zu werfen. Eine weitere Empfehlung ist das Buch Einstieg in ASP.NET von Matthias Lohrer welches auch als Openbook verfügbar ist. Auch bei den Wikibooks, einer wahren Wissens-Fundgrube, wird man fündig: Webentwicklung mit ASP.NET. Und wer sich gar die Aufgabe gestellt hat sich mit ASP.NET unter Linux zu beschäftigen sollte sich natürlich das Mono-Projekt, eine freihe Implementierung des .NET Framework für Unix, Windows und Mac ansehen.