Maximale Freiheit und volle Kontrolle, eigenen Rootserver mieten.
Irgendwann ist es so weit. Der größte Webspace reicht nicht mehr aus, oder man will endlich selber bestimmen was in der php.ini steht, wie lang Scripte laufen dürfen oder welcher Mailserver ausgeführt wird. Dann wird es Zeit seinen eigenen Rootserver zu mieten. Solche Rootserver, oder korrekter Weise "dedizierte Server" werden von nahezu jedem Hoster angeboten. Der Mehrpreis gegenüber einem Webspace oder vServer lohnt sich, man bekommt seinen eigenen Server in echter Hardware. Oft schon mit vorinstalliertem Webserver-Betriebssystem und Verwaltungsprogrammen wie Plesk oder Confixx, kann man aber auch komplett sein eigenes System aufsetzen. Ob das nun ein Gameserver, Reseller-Server, Domain-Server oder reiner Datenbank-Server werden soll, man kann es selbst bestimmen. Fast alle Server-Hosting Anbieter haben dabei eine breite Root-Server Palette im Programm welche vom preiswerten Single-Core Server bis hin zum Quad- oder sogar Hexa-Core Server mit Hardware-Raid und mehreren IP-Adressen reicht. Ein eigener Server ist also für (fast) jeden Geldbeutel zu haben. Wie immer gilt, alle Rootserver sind nach Preis aufsteigend geordnet und zusammen mit allen anderen Servern auch noch einmal im Rootserver-Vergleich gelistet.
Strato: PowerServer M Linux, günstiger Rootserver (29,00€) So günstig kann der eigene Rootserver sein. Mit 1GB Arbeitsspeicher, Dualcore-Opteron und zwei IP-Adressen bietet dieser sogar eine gute Leistung. Die Festplatte ist 250 GB groß (RAID 1) und eine Domain ist inclusive. Beim Betriebssystem hat man die Auswahl zwischen openSUSE, Debian, Ubuntu und CentOS. Vorinstalliert ist openSUSE mit Plesk 9 als Admin-Oberfläche.
Strato: PowerServer L Linux, 2 IPs und 2 Domains inclusive (39,00€) Ein Rootserver mit vorinstalliertem openSUSE 11 mit Plesk Panel 9. Das Ganze läuft auf einem Opteron 1212HE (Dual-Core), 2 GB RAM und 250 GB RAID-1 Festplatte. Wer andere Betriebssysteme vorzieht, es kann jederzeit kostenlos auf Debian 5, Ubuntu 8.04 oder CentOS 5 gewechselt werden.
Prosite: Root-Server S, Root-Server mit Traffic Flat (44,00€) Absolute Freiheit auf dem eigenen Root-Server. Der Einstieg dazu ist nicht mal teuer. Die Vorteile sind unter Anderem: Freie Betriebssystem Wahl, kein anderer hat Zugriff auf den Server und man kann die komplette CPU-Leistung in Anspruch nehmen. Kenn-Daten dieses Root-Server-Angebotes: 2,2 GHz CPU-Takt, 2 GB RAM und eine 160 GB Festplatte und ebenfalls 160 GB Backup-Platz. Selbstverständlich mit eigener IP und 100 MBit Netz-Anbindung. Die Vertrags-Laufzeit beträgt nur 1 Monat und Traffic ist inclusive.
Strato: HighQ-Server SR-7 Linux, Quad-Core und 4 GB RAM (59,00€) Viel Leistung durch 4 CPU-Kerne. Zwei 500 GB Festplatten im RAID-1 und 4 GB Arbeitsspeicher runden das Bild ab. Zusätzlich gibt es 2 IP-Adressen, 5 Domains und Traffic unlimited. Betriebssysteme: SUSE, Debian, CentOS und Ubuntu. Dieser Server ist IPv6-Ready.
1und1: Dedicated Server Dual-Core XL Linux (59,99€) AMD Opteron DualCore-Server mit 2x 2,6 GHz, 4 GB Arbeitsspeicher, RAID und Traffic-Flat. Betriebssystem nach Wahl: openSUSE, CentOS oder Ubuntu wahlweise 32 oder 64 Bit. Voller Root-Zugriff, serielle Console und bis zu 7 weitere IP-Adressen. Einfache Verwaltung im 1&1 Control-Center. Diesen Dedicated-Server gibt es auch in einer Windows- und einer Managed-Version.
Prosite: Root-Server M, DualCore für noch mehr Leistung (69,00€) Dualcore Athlon64 X2 mit 2x 2,9 GHz, dazu 2 GB Arbeitsspeicher und 2 x 250 GB Festplatte. Mit dieser Maschine schafft man was weg. 100 MBit Netzwerk-Verbindung, eigene IP (weitere IPs möglich) und incl. Traffic sowie nur 1 Monat Vertragslaufzeit. Das dürfte kaum noch Wünsche offen lassen.
Strato: HighQ-Server MR-7 Linux, Schneller Quadcore Rootserver (79,00€) Mit 4x 2,7 GHz Tacktfrequenz, 4 GB Arbeitsspeicher und 2x 1000 GB Festplatte im RAID1 ist dieser schnelle Server auch für große Projekte geeignet. OpenSUSE 11 mit Plesk 9 ist bereits vorinstalliert und kann jederzeit gegen Debian 5, CentOS 5 oder Ubuntu 8.04 gewechselt werden. Ganze 10 Inclusiv-Domains 2 IP-Adressen und eine Traffic-Flat machen die Sache rund.
1und1: Dedicated Server Quad-Core L, XL, XXL Linux (ab 79,99€) Die Quadcore Dedicated Server Reihe gibt es in einer L, XL und einer XXL-Variante. Alle drei Varianten besitzen Hardware-RAID. Der Speicher-Ausbau reicht von 4 GB bis 16 GB RAM, und die CPU-Bestückung beginnt beim AMD Opteron 1352 mit 4x 2,1 GHz und reicht bei der XXL-Ausführung bis zu 2x Opteron 2352 mit jeweils 4x 2,1 GHz (also insgesamt 8 Kerne). Enthalten sind weiterhin bis zu 10 Domains und der komplette Datentransfer. Bis zu 7 weitere IP sind möglich. Die Dedicated Server Quad-Core Reihe gibt es jeweils auch in einer Managed und einer Windows-Variante.
Prosite: Root-Server L, Opteron - 4 GB RAM und 640 GB Platten (89,00€) Der große Rootserver von Prosite geht nicht so schnell in die Knie. Ein AMD Opteron 1218 mit 2 mal 2,6 GHz Taktung, 4096 MB RAM und 2x 320 GB Festplatten sind die Kenndaten von diesem Server. Eigene IP und der gesamte Traffic sind inlusive (weitere IPs möglich). Netz-Anbindung 100 MBit Port.
Strato: HighQ-Server LR-7 Linux, Quad-Core und 8 GB RAM (99,00€) Genug Leistung für wirklich große Projekte. Der AMD Opteron 1389 CPU mit 4 x 2,9 GHz stehen ganze 8 GB Arbeitsspeicher und 2 1000 GB Festplatten im RAID1 zur Verfügung. OpenSUSE 11 mit Plesk 9 ist vorinstalliert und kann gegen Debian 5, Ubuntu 8.04 oder CentOS getauscht werden. Der gesamte Traffic, zwei IPs und 15 Domains sind inclusive.
1und1: Dedicated Server Hexa-Core XXL, 3XL Linux (ab 299,99€) Manchmal muss es eben ein bisschen mehr sein. Die Server der Hexa-Core Reihe bilden die Spitzengruppe der Dedicated-Server von 1&1 und sind in der Variante XXL und 3XL erhältlich. Ausgestattet mit 2x AMD Opteron 2423 mit je 6x 2,0 GHz Taktfrequenz stehen ganze 12 Cores für besonders harte Serverbelastung zur Verfügung. Weitere Eckpunkte: 16 bis 32 GB RAM, bis zu 2000 GB Festspeicher im Hardware-RAID, bis zu 20 Inclusiv-Domains und eine Traffic-Flat. Auch diese Server-Reihe ist in einer Linux- und Managed-Version zu haben.
Schon gewusst...?
Rootserver oder Dedicated-Server?
Wer auf der Suche nach einem Root-Server ist sucht in Wirklichkeit eigentlich etwas anders, nämlich einen "Dedizierten Host". Jedenfalls wäre das die richtige Bezeichnung für einen von einem Provider einem Kunden zugeordneten Server. Die Erklärung das ein Rootserver deshalb so genannt wird weil der Kunde als User "root" auf diesen Server Zugriff hat klingt erstmal logisch, haut aber spätestens auf einem Server mit einem anderen Betriebssystem wie z.B. Windows nicht mehr hin. Dort müsste es dann z.B. "Admin-Server" heißen, und wer sucht schon nach einem Admin-Server. Aber so ist es eben oft, im Volksmund (oder in unserem Fall im Webmaster-Mund) setzen sich manchmal Begriffe durch bei denen zwar jeder sofort weiß was gemeint ist, die aber genau genommen nicht korrekt sind. Also sind die Foren und Communitys voll von Fragen und Kommentaren zum Thema Rootserver.
Wird sich das in Zukunft ändern? Wohl kaum, denn was sich einmal als Begrifflichkeit im Internet festgesetzt hat wird oft zu einem Selbstläufer ohne Ende. Der "Teufelskreis" in Sachen Rootserver ist einfach: User bzw. Webmaster und Admins die einen eigenen Server suchen verwenden eben zu einem großen Teil den Begriff "Rootserver". Viele Provider die dedizierte Hosts im Angebot haben (besonders kleinere Provider) wissen das und benennen dann eben ihre Angebote unter Verwendung genau dieses Begriffes. Ist ja auch logisch, denn das Angebot soll ja gefunden werden! Unerfahrene, neue bzw. lernende Webmaster und Admins finden also fast überall Root-Server-Angebote, damit setzt sich die Bezeichnung wieder und weiter in neuen Köpfen fest. Diese suchen dann im Web wieder nach... na? Genau, nach einem Rootserver! Damit ist der Kreis geschlossen. Übrigens (meist größere) Provider die dagegen den Begriff "Dedizierter Server" verwenden befinden sich damit auf der sicheren Seite. Das ist nämlich der einzige korrekte Begriff neben dedicated Host für einen Kunden-zugeordneten Server.
Und was lernen wir daraus? Na ganz einfach: Manchmal ist es einfach interessant und unterhaltsam Begriffen, Ausdrücken oder oft benutzen Bezeichnungen im Internet mal auf den Grund zu gehen (wie z.b. ich, bei der Erstellung des Rootserver-Vergleich). Für alle Interessierten gibt es natürlich wieder Links zum Thema Dedizierter Host und Dedizierter Server Übrigens..: Es gibt tatsächlich Rootserver, allerdings handelt es sich hier um die Server für die Root-Zone des Domain Name Systems (DNS).